Sonntag, 17. Januar 2016

Ein Nachmittag mit der Schickeria der Stadt

Gestern war ich, aufgrund meiner ehrenamtlichen Arbeit bei der Flüchtlingshilfe und meiner Position als Leitung des Bereichs Frauen & Kinder zum Neujahrsempfang der Stadt zum Thema FRAUEN AUF DER FLUCHT eingeladen. Dresscode war dringend erwünscht, mein Muttistyle sehr unerwünscht
Begleitet wurde ich von 3 Flüchtlingsfrauen und einem Baby.
Wir hatten einen guten Platz. Während ich übersetzte, was 2 Frauen von unserer Arbeit berichteten, zuckte ich auf einmal zusammen. Huch , da klang mein Name durch das Mikrofon und schon wieder. Es wurde von meiner Arbeit und meinen neuen Projekten erzählt, die gerade in Planung sind. Es wurde berichtet, welche Projekte von mir gestartet sind und warum.
Auch wenn viele nicht wussten, wer ich bin, ab da wussten sie es! Ich war die, mit dem knallroten Kopf!
Es war nicht abgesprochen, dass ich benannt werde und dementsprechend war ich darauf nicht vorbereitet .
Eins ist aber mal klar! !!
Ohne meine tollen Teams geht gar nichts! Ohne sie wäre es nicht umsetzbar!
Weiter wurde berichtet, wie gefährlich die Flucht für Frauen, speziell für alleinreisende, ist aber auch in den Unterkünften hört die Gefahr von Übergriffen nicht auf.
Sie sind Freiwild leider!
Leider interessierte es mehr als 80% der Schickeria nicht.
Sie wollten doch nur einen schönen Nachmittag mit einem Glas Sekt verbringen und nicht von uns Gutmenschen die bittere Realität vor Augen geführt bekommen.
Wie soll da der Sekt noch schmecken. ..
Aber ein ganz kleiner Teil kam nach dem offiziellen Teil tatsächlich zu uns, begrüßte die Frauen und wollten das Baby gucken.
Man merkte, dass einige damit überfordert waren, dass die Flüchtlingsfrauen dabei waren.
Aber mal ganz ehrlich? !
Warum soll man ÜBER einen Personenkreis reden und nicht MIT ihnen?
So ist das halt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen